6. K FACTORY (Kamerun)

Seit 2002 bildet das Atelier K FACTORY als offenes Atelier, Künstlerresidenz und Veranstaltungsort eine Begegnungsstätte im historisch populären Quartier New Bell der Hafenstadt Douala. Hier stellen Künstler anlässlich der monatlich stattfindenden Diskussionsrunden "Causeries" ihre Arbeiten vor, bieten jungen Künstlern aus Kamerun, aus anderen afrikanischen Ländern und aus Europa im Rahmen eines Residenzprogramms Arbeits- und Ausstellungsmöglichkeiten und bauen ein kleines, für die Bevölkerung des Stadtteils geöffnetes Dokumentationszentrum zur aktuellen Kunst auf.


In dem Projekt „Humours de Presse“ sind Karikaturisten lokaler Zeitungen dazu eingeladen, ihre Zeichnungen zu aktuellen politischen Themen großformatig sowohl in den Räumen der K Factory, als auch auf Hauswänden im Stadtviertel New Bell auszustellen. Außerdem besuchen einige der Karikaturisten Schulen, um Schülern ihren Beruf zu vorzustellen.

Die K Factory veranstaltet darüber hinaus regelmäßig Filmprojektionen von Filmen meist afrikanischer Künstler. 2009 steht ein Filmzyklus mit dem Titel „Etat des lieux“ auf dem Programm. Sechs kamerunische Filmemacher zeigen ihre Werke, in denen sie jeweils ihre persönliche Sichtweise auf die Gesellschaft ihres Landes wiedergeben.


Die K FACTORY muss dringend renoviert werden, ein Neuanstrich ist ebenso nötig wie die Neuinstallation des Sanitär- und Gästebereichs und Regale für die Bibliothek. Geld zur Beschaffung von Materialien zur künstlerischen Produktion und für die Durchführung der Aktivitäten im Stadtteil ist trotz beginnender, auch internationaler Kooperation nur selten vorhanden. Dabei hat die Qualität der Produktion des Künstlerkollektivs Cercle Kapsiki, das die K FACTORY engagiert betreibt, im Zusammenhang der Plattform Doual'ART internationales Ansehen erlangt. Die Stiftung "Art in Africa" beteiligt sich an den dringend benötigten Renovierungsarbeiten und garantiert damit den Fortbestand des Ateliers.